Schweigen ist Gold!

Die raue Reibeisen-Stimme gehört zu einer richtigen Erkältung dazu – das kennen Sie wahrscheinlich auch. Doch mit einer Entzündung der Stimmbänder ist nicht zu spaßen – um diese zu schonen, gilt für Betroffene „Schweigen ist Gold“. Balsam für die Stimme sind zum Beispiel Tees und Dampfbäder.

Es ist ein bisschen so, als hätten Sie in Ihrem Hals breite Gitarrensaiten: Ihre Stimmbänder schwingen, wenn Sie sprechen. Durch die Vibration entstehen dann Geräusche, Sprache und Gesang. Klingt Ihre Stimme jedoch anders als sonst, heiser zum Beispiel, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass Ihre Stimmbänder entzündet sind.

Einer der häufigsten Gründe dafür ist die Erkältung. Dabei läuft häufig die Nase, Betroffene atmen viel mehr durch den Mund. Dadurch werden die Schleimhäute im Rachen trockener und die Abwehrkräfte enorm geschwächt.

Anfangs klingt die Stimme noch nasal, weil Hals und Rachen geschwollen und die Nase verstopft sind. Gelangen Bakterien und Viren jedoch tiefer in den Hals, können sie sich auch an Kehlkopf und Stimmbändern festsetzen.

Sie merken das daran, dass die Stimme sehr heiser klingt, Sie ständig trocken husten müssen, kaum schlucken können und Sie irgendwann kaum noch einen vernünftigen Ton herausbekommen.

Schonung, Tee und Dampfinhalation

Damit die Entzündung im Hals wieder abklingt, müssen Betroffene sich und ihre Stimme schonen. Das bedeutet vor allem: nicht sprechen und nicht flüstern – denn auch das belastet die Stimmbänder sehr.

Vermeiden sollten Sie zusätzlich Alkohol und scharfe Speisen – vom Zigarettenrauchen natürlich ganz zu schweigen. Daneben lindern beispielsweise spezielle Arzneitees mit Zutaten wie Lindenblüten und Lutschpastillen aus Ihrer gesund leben-Apotheke die Beschwerden.

Inhalieren Sie zudem zweimal am Tag mit heißem Wasserdampf. Geben Sie dazu kochendes Wasser in eine große Schüssel, beugen Sie sich darüber und legen Sie ein Handtuch über Ihren Kopf. Rühren Sie etwas Meersalz oder Kamille in das Wasser. Die Inhaltsstoffe befeuchten die Schleimhäute zusätzlich und beruhigen sie.

Weiterhin ist es wichtig, sich während einer Erkältung zu schonen. Denn Sport und Anstrengungen belasten den Körper nur zusätzlich und rauben ihm die Energie, die Viren und Bakterien bekämpfen zu können. Greifen Sie stattdessen mal wieder zu einem guten Buch und schlafen Sie sich richtig gesund.

Bei langfristigen Beschwerden zum Hausarzt

Sollten Sie feststellen, dass Sie kaum noch Stimme haben und die Beschwerden sich nicht bessern, suchen Sie am besten direkt einen Arzt auf. Denn sonst wird die Entzündung chronisch und kann irgendwann zu ernsthaften Veränderungen des Kehlkopfes und der Stimmbänder führen.

Hausärzte stellen erste Untersuchungen an, häufig übernehmen dann HNO-Ärzte. Logopäden – also Sprachtherapeuten – können helfen, wenn zusätzlich eine falsche Sprechtechnik die Stimme belastet.