Gesund mit Honig

Das goldene Bienenprodukt ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen - und verspricht so rasche Hilfe, etwa bei Erkältungen, Lippenbläschen und Verdauungsbeschwerden. (Laura 17.6.15, S. 50/51)

Magen-Darm und Abwehr

Kalt geschleuderter Honig ist eine Wohltat für Magen und Darm. Wie eine Studie der Universität Houston, Texas, ergeben hat, tötet das süße Bienenprodukt Keime wie Helicobacter pylori ab, der für die Entstehung von Magengeschwüren verantwortlich ist.

Übrigens: Verdünnt mit Wasser soll Honig auch bei akuten Durchfallerkrankungen helfen.

Anwendung: 1 l Wasser aufkochen, 1 TL Salz darin auflösen, auf 35 Grad abkühlen und 2 EL Honig im Wasser verrühren.

Als "Wundermittel" zur Stärkung des Immunsystems gilt Bienenharz, die sogenannte Propolis. Es wird von den Bienen aus verschiedenen Pflanzenstoffen hergestellt und wirkt im menschlichen Körper antibiotisch, antiviral sowie gegen Pilze.

So soll das keimfreie Harz dabei helfen, Erreger abzutöten, bevor man krank wird.

Anwendung: Bei wiederkehrenden Infekten hilft offenbar eine Propoliskur. Dafür 14 Tage lang einmal täglich drei bis vier Tropfen Propolistinktur aus der Apotheke in Wasser trinken.

Herpes und Anti-Aging

Bei den ersten Anzeichen von Lippenbläschen kann es helfen, etwas Honig auf die betroffene Stelle aufzutragen. Honig enthält Methylglyoxal, einen Wirkstoff, der in Studien besser abschnitt als einige Herpesmedikamente.

Anwendung: Honig mit einer Mullbinde auf die betroffene Stelle legen und alle zwei Stunden wechseln. Alternativ kann der Honig mit einem Wattestäbchen aufgetragen werden.

Bei Gelée royale handelt es sich um den Futtersaft, mit dem die Bienenköniginnen aufgezogen werden. Es ist reich an Vitaminen, Enzymen, Spurenelementen und Hormonstoffen.

Diese Kombination soll bereits Hippokrates als "Jungbrunnen" verordnet haben. Asthmatiker sollten jedoch vorsichtig sein.

Anwendung: Einmal täglich eine Kapsel oder Ampulle Gelée royale einnehmen.

Schürfwunden und Juckreiz

Honig ist für seine heilende und antibakterielle Wirkung bei Schürfwunden und Verbrennungen bekannt. Er desinfiziert, fördert die Zellerneuerung, reduziert die Narbenbildung und schafft ein feuchtes Wundklima, das die Heilung beschleunigt.

Anwendung: Eine Kompresse mit Honig bestreichen, auf der Wunde fixieren und alle sechs bis acht Stunden erneuern.

Bei extrem trockener Haut verspricht ein Bad mit Milch und Honig wohltuende Linderung. Honig unterstützt die beruhigende und entzündungshemmende Wirkung der Milch.

Ein zusätzlicher Esslöffel Salz kurbelt den Stoffwechsel an und macht die Haut angenehm weich.

Anwendung: 2 l Milch mit 4 EL Honig und 1 EL Salz im Badewasser verrühren und 15 Minuten baden. Das Wasser sollte nicht wärmer als 40 Grad sein, da sonst die Wirkstoffe verloren gehen.

Husten und Einschlafprobleme

Dunkler Buchweizenhonig ist ein idealer Helfer bei Erkältungskrankheiten - und in seiner Wirkung dem herkömmlichen Hustensaft offenbar überlegen.

Seine Inhaltsstoffe alarmieren die zelleigene Abwehr, die daraufhin einen Infekt in den oberen Atemwegen bekämpft. Die im Honig enthaltenen Flavonoide wirken zusätzlich entzündungshemmend auf die gereizten Schleimhäute.

Anwendung: Abends 1 bis 2 EL Honig langsam auf der Zunge zergehen lassen. Dies soll auch gegen nächtliche Hustenattacken helfen.

Viele kennen das Rezept noch aus ihrer Kindheit: Heiße Milch mit Honig sollte das Einschlafen erleichtern. Aber wie funktioniert das alte Hausrezept eigentlich?

Milch ist reich an Tryptophan. Die Aminosäure wird im Gehirn in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt und fördert so das Einschlafen. Der Fruchtzucker im Honig soll diesen Prozess beschleunigen.

Anwendung: Ein Glas Milch im Kochtopf auf "Handtemperatur" erwärmen, 1 TL Honig hineinrühren und vor dem Zubettgehen trinken.