Bachblüten für Katzen

Grundsätzliches über Bachblüten

Dr. Edward Bach hat bei seiner Suche nach einfach anzuwendenden Arzneien für Jedermann 38 verschiedene Essenzen entwickelt: 37 Blüten-Auszüge und reines Quellwasser (Rock Water) als Nr. 38.

Die Essenzen sind unter ihrem englischen Namen in der Apotheke erhältlich. Man bekommt sie als Konzentrate in so genannten Stock Bottles (Vorratsflaschen).

Aus diesen gibt man jeweils 2 Tropfen auf 30 ml stilles Quellwasser und schüttelt die Flasche dann zehn Mal. So erhält man eine gebrauchsfertige Lösung, die im Kühlschrank ca. einen Monat haltbar ist.

Die Blütenessenzen dürfen und sollten über einen längeren Zeitraum verabreicht werden, auch noch einige Wochen nach dem Eintritt einer Besserung. Man träufelt sie der Katze ins Maul oder gibt sie ins Wasser bzw. ins Futter.

Erwachsene Katzen bekommen vier Mal täglich je 4 Tropfen, Jungtiere vier Mal täglich 2 - 3 Tropfen, Neugeborene (in den ersten drei Lebenswochen) vier Mal täglich 1 - 2 Tropfen.

Ausnahme: Die Rescue-Tropfen (eine spezielle Notfall-Mischung) werden alle 10 - 15 Minuten verabreicht.

Die Auswahl der Blüten

Man kann die Blüten nach eingehender Beobachtung der Katze selbst auswählen. Nicht optimal gewählte Essenzen haben in der Bachblütentherapie keine Nebenwirkung - sie bleiben einfach wirkungslos.

Empfohlen wird, mehrere Essenzen zu mischen - jedoch nicht mehr als fünf. Für Notfälle (Unfall, Verletzung, allergische Reaktion, Schock) gibt es bereits eine fertige Mischung: die Rescue-Tropfen. Sie wird auch für neugeborene Kätzchen empfohlen.

Hier eine Liste der einzelnen Blüten und ihrer Anwendungsgebiete:

Agrimony: bei Unruhe, Hektik, starkem Bewegungsdrang sowie zur Entgiftung.
Aspen: bei Ängstlichkeit, Wetterfühligkeit, Schlafstörungen, Reisekrankheit.
Beech: bei Aggressivität, Anpassungsschwierigkeiten, "Protest-Pinkeln".
Centaury: bei Unterwürfigkeit, Willensschwäche und nach langer Krankheit.
Cerato: bei Schüchternheit, mangelndem Selbstvertrauen, Heimweh.
Cherry Plum: bei Stress, Aggressivität sowie nach einem Unfall oder Schock.
Chestnut Bud: bei Unaufmerksamkeit, Lernschwäche sowie Krämpfen.
Chicory: bei Aufdringlichkeit sowie zur Entgiftung.
Clematis: bei Passivität, Desinteresse, Übergewicht sowie nach Krankheiten.
Crab Apple: bei übertriebener Reinlichkeit, eiternden Wunden, juckenden Ekzemen sowie zur Entgiftung nach Antibiotikatherapie.

Blüten von E bis O

Elm: bei Schüchternheit, mangelndem Selbstvertrauen, depressiver Verstimmung sowie vor einer Geburt.
Gentian: bei Misstrauen und übertriebener Vorsicht durch neue Lebensumstände.
Gorse: bei Antriebsarmut, fehlendem Lebensmut, Appetitmangel, schleppender Genesung.
Heather: bei übermäßiger Anhänglichkeit, Angst vor dem Alleinsein.
Holly: bei Eifersucht, Aggressivität, Unsauberkeit, z.B. einem neuen Tier in der Wohnung.
Honeysuckle: bei Depressionen und Ängsten durch neue Lebensumstände.
Hornbeam: bei Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit; auch für alte Tiere sowie für Neugeborene.
Impatiens: bei großer Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität sowie bei Hauterkrankungen.
Larch: bei Ängstlichkeit, mangelndem Selbstvertrauen sowie zur Stärkung der Abwehr.
Mimulus: bei Ängstlichkeit, Überempfindlichkeit sowie in Angst-Situationen und nach Operationen.
Mustard: bei launischem und unausgeglichenem Verhalten sowie zum Schutz vor Wundlecken.
Oak: bei Erschöpfung; auch für alte Tiere.
Olive: bei Energielosigkeit, Antriebsarmut sowie nach längerer Antibiotikatherapie und für Neugeborene.

Blüten von P bis W

Pine: bei Unsicherheit, Unterwürfigkeit, mangelndem Durchsetzungsvermögen gegenüber anderen Katzen.
Red Chestnut: bei übertriebener Fürsorge und Mütterlichkeit sowie bei Scheinträchtigkeit.
Rock Rose: bei Notfallsituationen wie Angstzuständen, Panikattacken oder nach Unfall.
Rock Water: bei mangelnder Flexibilität, eingefahrenen Gewohnheiten sowie für ein glänzendes Fell.
Scleranthus: bei Kratzwut, Stimmungsschwankungen, Reisekrankheit.
Star of Bethlehem: nach körperlichem oder seelischem Schock.
Sweet Chestnut: bei völliger Erschöpfung sowie nach langer Krankheit.
Vervain: bei überaktiven Katzen, die viel an Möbeln kratzen.
Vine: bei starkem Dominanzverhalten sowie bei Kreislaufproblemen.
Walnut: für Neugeborene.
Water Violet: bei Einzelgängertum, Unnahbarkeit, Kontaktscheu (zu Menschen und Katzen).
White Chestnut: bei Verkrampfungen, Unsicherheit, Lernschwäche.
Wild Oat: bei mangelnder Ausdauer sowie nach schwerer Geburt.
Wild Rose: bei Depression sowie zur Stärkung der Abwehr.
Willow: bei schlechter, mürrischer Laune sowie Altersbeschwerden und Nierenerkrankungen.